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Und heute essen wir mal Müll – Teil 3

16 Mrz

Im dritten Teil meiner Artikelserie geht es um Zucker und Fette, sowie den gesundheitlichen Folgen unserer Lebens- bzw. Ernährungsweise und Schlussfolgerungen, die ich daraus für mich selber ziehe.

Zucker

Wir alle lieben Süßes. Die Schokolade als Seelentröster bei Liebeskummer, die Gummibärchen als Nervennahrung in Prüfungsphasen, das Tiramisu beim Italiener, als schöner Abschluss eines gelungenen Abends, Red Bull die Zuckerbombe, die uns Flügel verleiht, die Coca Cola – Dose, mit der man sich sogar Freude aufmachen kann.

Das alles sind Momente in denen der Zucker einfach dazu gehört, die Werbung der Zuckerindustrie ist darauf ausgerichtet diese „Eindrücke“ zu intensivieren und stest aufrecht zu erhalten.

Wie lieben Süßes, sind teilweise sogar süchtig danach und das aus gutem Grund. Unser Gehirn nämlich braucht Zucker, zum Denken und zum Überleben, deshalb ist es sehr sensibel für süße Speisen.

Das weiß natürlich auch die Zuckerindustrie und richtet ihre Werbung darauf aus. Die Menschen glauben inzwischen, dass wir tatsächlich den weißen Zucker zum Denken brauchen und ohne ihn nicht auskommen, er ist unsere Energie. Was uns die Werbung allerdings nicht verrät ist, dass unser Körper aus beinahe allen Nahrungsmitteln Zucker gewinnen kann und auf den industriell gefertigten gar nicht angewiesen ist.

Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung versorgt uns mit ausreichend Zucker, ein Mehr dieser weißen, süßen Energie ist nicht nötig und ein Zuviel sogar schädlich.

Auch das weiß die Zuckerindustrie, ist allerdings nicht gewillt es uns Konsumenten mitzuteilen. Es rentiert sich für sie natürlich, wenn der Verbraucher weiterhin in dem Glauben lebt, dass Zucker nicht nur schmeckt, sondern auch noch überlebensnotwendig ist.

Und weiß sie auch, dass der Durchschnittsverbraucher faul ist, was seine Informationsgewinnung angeht. Die Menschen glauben das, was ihnen in der Werbung weisgemacht wird und hinterfragt wird dies gar nicht oder selten.

Über die Herstellung des Zuckers wissen auch die wenigsten etwas. Auch ich habe mich erst im Rahmen dieser Artikelserie damit auseinandergesetzt.

Zuckergewinnung ist eine der körperlich schwersten Arbeiten der Welt und wird nach wie vor oft von Kindern erledigt, auch das wissen die Zuckerbosse, aber es ist ihnen scheinbar relativ egal.

Auch wird den Verbrauchern nach wie vor eingebläut, dass „Fett fett macht“. Was allerdings oft unter den Tisch gekehrt wird ist, dass Zucker mindestens genauso dick macht. Stattdessen wird in vielen Diätnahrungsmitteln einfach das Fett gegen Zucker eingetauscht. So kann man auf die Verpackung schreiben „Nur 0,1 Fett“, dick wird der Verbraucher dennoch durch den ganzen Zucker und wird weiterhin die kalorienreduzierten Zuckerbomben kaufen, ein lohnendes Geschäft also mit dem bösen Fett.

Wen das Thema rund um den Zucker interessiert dem kann ich das Buch „Garantiert gesundheitsgefährdend“ von Hans-Ulrich Grimm sehr empfehlen.

Konsequenzen der Coca-Kolonisierung / Western Diet

Die Coca-kolonisierung bzw. Western Diet beschreibt die Ernährungsweise der westlichen Industriestaaten durch ein bestimmtes Nahrungsangebot (Softdrinks, Süßigkeiten, Fertigprodukte, Fast-Food, Snacks)

Die gesundheitlichen Konsequenzen liegen auf der Hand. An erster Stellen stehen natürlich Diabetes, Karies und Übergewicht, obwohl beides von der Zuckerindustrie nach wie vor vehement als Folge des Zuckerkonsums abgestritten wird (bis heute gibt es keine, durch die WHO (World Health Organization festgelegte, Obergrenze für den Konsum von Zucker).

Auch andere Stoffwechselstörungen (beim Mensch genauso wie bei Tieren die mit Industriefutter gefüttert werden) wie Lebererkrankungen (z.B. Fettleber, Gallensteine) und Hormonelle Störungen (Schilddrüsenerkrankungen), Antibiotikaresistenzen (durch die vorsorgliche Gabe von Antibiotika an Tiere aus Massentierhaltung), Essstörungen und sogar Krebs stehen im Verdacht Konsequenzen unserer westlichen Ernährungsform zu sein.

Aber nicht nur körperliche auch psychische Störungen oder einfach nur allgemeines Unwohlsein sind unmittelbare Folge einer „falschen“ Ernährung. Sicherlich hat jeder schon einmal bemerkt, dass man sich, je nachdem, wie man sich am Tag zuvor ernährt hat, am nächsten auch fühlt.

Isst man abends etwas Leichtes wie beispielsweise einen Salat mit etwas gedünstetem Fisch schläft man nicht nur besser, sondern fühlt sich tatsächlich auch wesentlicher fitter als wenn man spätabends einen Hamburger mit Pommes und Mayo isst.

Langfristig ist auch das Gehirn schlecht versorgt bei einem Zuviel an Zucker und Fett und gleichzeitigem Zuwenig an natürlichen (!!) Vitaminen und Mineralstoffen, was sich wiederum durch Leistungsabbau und Konzentrationsschwäche bemerkbar macht.

 Wie macht man´s richtig?

Die Frage lässt sich, meiner Meinung nach, nicht pauschal beantworten. Wenn man sich wirlklich gesund ernähren möchte, keine Schadstoffe zu sich nehmen will und auch keine Kinder-, Zwangs- und Niedrigstlohnarbeit unterstützen will kann man theoretisch nur selbst hergestellte Nahrung zu sich nehmen. Das ist bei unserer Lebensweise jedoch praktisch unmöglich.

Ich versuche deshalb „böse“ Nahrungsmittel nur in geringem Maße zu mir zu nehmen und Fleisch nur aus Biohaltung zu kaufen (wobei man bei Biolebensmitteln auch sehr viel falsch machen kann, aber das ist wieder ein Thema für sich). Vitamine und Mineralien versuche ich hauptsächlich durch Obst und Gemüse (z.B. Karottensaft) zu mir zu nehmen und auf Zucker verzichte ihr zur Zeit sogar komplett, was mir überraschenderweise sehr leicht fällt.

Auch bei Kosmetikprodukten kaufe ich lieber Produkte die möglichst wenig Chemie beinhalten (z.B. die Serie Balemed von DM, Avene aus der Apotheke, Isana Med von Rossmann oder Naturkosmetik aus dem Reformhaus bzw. Bioladen).

Und im viertel Teil der Artikelserie?

Der letzte Teil meiner Artikelserie wird besonders interessant für alle Tierfreunde unter euch, denn es geht um industrielles und naturnahes Tierfutter.

Wer sich für diese Themen interessiert dem kann ich vorab schon einmal zwei Bücher sehr ans Herz legen

Nämlich:  Katzen würden Mäuse kaufen: Schwarzbuch Tierfutter von Hans-Ulrich und Grimm und „Hunde würden länger leben, wenn …: Schwarzbuch Tierarzt“ von Jutta Ziegler

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